Stand: 24.10.2006

 

 

nach oben

zur Startseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

nach oben

zur Startseite

 

 

 

  

  

222 Jahre „neue“ Kirche Embrach  1780 – 2002

wichtige Daten:

  • 30. Juni 1778 Einsturz der alten Kirche

  • 10. Juni 1779 Abschluss Bauvertrag neue Kirche mit Baumeister David Vogel

  • Bauzeit 14 Monate

  • 22. Juli 1780 behördliche Bauabnahme

  • 1809 Oberembrach wird selbst. pol. Gemeinde, bleibt aber kirchlich bei Embrach

  • 1829/30 Neubau Pfarrhaus an der Pfarrhausstrasse

  • 1880  Erste Kirchenheizung mit 4 Koksöfen wird in Betrieb genommen

  • 1902 Warmluftheizung wird eingebaut

  • 1903  Neues Geläut von Rüetschi, Aarau

  • 1909 Erste Orgel von Kuhn, Männedorf

  • 1931 Elektroheizung wird eingebaut

  • 1976 Gesamtrenovation

  • 1978 Wiedereröffnung

  • 1980  200-Jahr-Feier

 

Kleine Stilkunde

KirchenansichtSuchen wir an der Kirche nach typischen Stilmerkmalen, so findet sich vieles, das der Erwähnung bedarf. Der Klassizismus orientierte sich an den Architekturformen der griechischen und römischen Antike. Entsprechend der klassischen Tempelform, weist die Frontseite ein flaches, dreieckiges Giebelfeld auf. Es ist nüchtern schmucklos gehalten, einzig das ovale Fenster setzt einen bescheidenen Akzent in der glatten Fläche. Unmittelbar darunter ersetzt ein einfaches Zahnschnittgesims die feingliederigen Friese der antiken Bauten. TaufsteinDie flachen Mauerstücke, welche von Eingangs-, Emporentüren und Fenstern durchbrochen sind, imitieren vier hohe Säulen. Sowohl Spitzgiebel- wie auch Säulenmotiv wiederholen sich im Turmaufsatz und am Hauptportal in vereinfachter Form. Ein typisch klassizistisches Formempfinden verrät der hölzerne Kanzelaufbau. Kennzeichnend dabei ist die Schnitzereiarbeit. Um die Kanzel verläuft ein mit Bändern kreuzweise umwundenes Rutenbündel, ein den altrömischen Liktorenbündeln nachempfundenes Ornament, das in der Klassizistik besonders beliebt ist und daher immer wieder auftritt. Die Frontpartie schmückt ein geometrisch streng gehaltener Blattwerkzopf. Diese Holzarbeit stammt von H. Fries, Tischmacher aus Zürich, welcher auch die Türen lieferte.