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222 Jahre „neue“ Kirche Embrach
1780 – 2002
wichtige Daten:
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30. Juni 1778 Einsturz der alten Kirche
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10. Juni 1779 Abschluss Bauvertrag neue
Kirche mit Baumeister David Vogel
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Bauzeit 14 Monate
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22. Juli 1780 behördliche Bauabnahme
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1809 Oberembrach wird selbst. pol.
Gemeinde, bleibt aber kirchlich bei Embrach
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1829/30 Neubau Pfarrhaus an der
Pfarrhausstrasse
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1880 Erste Kirchenheizung mit 4 Koksöfen
wird in Betrieb genommen
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1902 Warmluftheizung wird eingebaut
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1903 Neues Geläut von Rüetschi, Aarau
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1909 Erste Orgel von Kuhn, Männedorf
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1931 Elektroheizung wird eingebaut
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1976 Gesamtrenovation
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1978 Wiedereröffnung
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1980 200-Jahr-Feier
Kleine Stilkunde
Suchen wir an der Kirche nach
typischen Stilmerkmalen, so findet sich vieles, das der Erwähnung
bedarf. Der Klassizismus orientierte sich an den Architekturformen
der griechischen und römischen Antike. Entsprechend der
klassischen Tempelform, weist die Frontseite ein flaches,
dreieckiges Giebelfeld auf. Es ist nüchtern schmucklos gehalten,
einzig das ovale Fenster setzt einen bescheidenen Akzent in der
glatten Fläche. Unmittelbar darunter ersetzt ein einfaches
Zahnschnittgesims die feingliederigen Friese der antiken Bauten.
Die flachen Mauerstücke, welche von Eingangs-, Emporentüren und
Fenstern durchbrochen sind, imitieren vier hohe Säulen. Sowohl
Spitzgiebel- wie auch Säulenmotiv wiederholen sich im Turmaufsatz
und am Hauptportal in vereinfachter Form. Ein typisch
klassizistisches Formempfinden verrät der hölzerne Kanzelaufbau.
Kennzeichnend dabei ist die Schnitzereiarbeit. Um die Kanzel
verläuft ein mit Bändern kreuzweise umwundenes Rutenbündel, ein
den altrömischen Liktorenbündeln nachempfundenes Ornament, das in
der Klassizistik besonders beliebt ist und daher immer wieder
auftritt. Die Frontpartie schmückt ein geometrisch streng
gehaltener Blattwerkzopf. Diese Holzarbeit stammt von H. Fries,
Tischmacher aus Zürich, welcher auch die Türen lieferte.
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